aubib.de | Blog https://www.aubib.de/blog/ Thu, 07 Jul 2022 00:26:13 +0200 Thu, 07 Jul 2022 00:26:13 +0200 t3extblog extension for TYPO3 Ein paar besondere Schmankerl #aubib Wed, 22 Jun 2022 12:00:00 +0200 https://www.aubib.de/blog/article/2022/06/22/ein-paar-besondere-schmankerl/ post-634 https://www.aubib.de/blog/article/2022/06/22/ein-paar-besondere-schmankerl/ Student/in Ein paar besondere Schmankerl Ein paar besondere Schmankerl by Student/in 22-06-22

Categories: Bibliotheken | Deutschland Studienleben

Exkursionen sind das Salz in der Suppe des Studiums – ohne geht es zwar irgendwie auch, aber es schmeckt mit einfach besser… Ohne dieses Bild auf die Spitze treiben zu wollen: Das Wahlmodul Historische Buchbestände vom Kurs 19/22 war auf Exkursion.

Am 13.06. führte uns der Weg zunächst nach Regensburg. Im Schloss St. Emmeram, Thurn und Taxis, brachte uns Dr. Peter Styra die Bestände seines Hauses näher. So manches Schmankerl aus der Hofbibliothek wurde uns da präsentiert, Bücher, Karten, aber einige Kleinodien aus dem Schloss, immer garniert mit einer passenden Anekdote. Unbestrittener Höhepunkt war der exklusive Besuch im großen, prächtigen Asamsaal, so benannt nach der in den 1960er Jahren wiederentdeckten Stuckdecke.

Nach einer kurzen Stadtführung und einem kulinarischen Zwischenstopp nahe der Donau ging es in die fachlichen Gefilde von Herrn Dr. Lübbers, unseres Dozenten, in die Staatliche Bibliothek Regensburg. Die theoretischen Appetithäppchen aus dem virtuellen Unterricht wurden hier mit echten Büchern untermalt. Vieles wurde dort noch einmal deutlicher, denn gerade beim Umgang mit historischen Buchbeständen kommt man nicht am gehaltvollen, physischen Original vorbei.

Der zweite Gang wurde uns am 20.06. serviert. In Sulzbach-Rosenberg bekamen wir ein minutiös geplantes, mehrgängiges Menü serviert. Stadtheimatpfleger Herr Dr. Markus Lommer führte uns sehr engagiert durch den Tag. In der ehemaligen Synagoge bracht er uns die reiche und bewegte Druckereigeschichte des Ortes nahe, erzählte von toleranten Herzogen und jüdischen Druckern. Und auch hier konnten wir uns die Originale zu Gute führen, gedruckt in Antiqua, Fraktur und Hebräisch.

Danach, und auch hier nach einem kurzen Einblick in die hiesige Wirtshauskultur, ging es in die Historische Druckerei Seidel. Dieser Betrieb war mehrere Jahrhunderte lange aktiv und bietet entsprechend eine fast einmalige Quellenlage für druckerei- und wirtschaftsgeschichtliche Fragestellungen. Wir konnten einen Blick in Geschäftsbücher des 19. Jahrhunderts werfen und Druckstempel auf dem Dachboden besichtigen, sahen alte Kalender und ein Original von Wilhelm Busch.

Den Bogen in die Gegenwart schlugen wir zum Abschluss mit einem Besuch im Literaturarchiv von Sulzbach-Rosenberg. Hier können sich literarisch Interessierte die Autoren der deutschen Nachkriegsliteratur näherbringen, durch originale Korrespondenzen, und sogar dem Urmanuskript von Grass‘ Blechtrommel einen Besuch abstatten.

Gerade nach der langen, pandemiebedingten Durststrecke waren diese beiden Exkursionstage höchstwillkommene Erfahrungen, die entsprechend Würze in unseren Studienalltag gebracht haben. Wir bedanken uns herzlich bei unseren engagierten Führer*innen und Expert*innen vor Ort, ganz besonders aber bei Herrn Dr. Lübbers, dass er uns dies ermöglicht hat.

(mb)

 

Fotos:

Gruppenfoto von Dr. Peter Styra

Alle anderen Michael Becht

 

Weiterführende Informationen:

https://www.hofbibliothek.de/geschichte/

https://www.staatliche-bibliothek-regensburg.de/sonderbestaende/

https://www.suro.city/freizeit-und-gaeste/sehenswertes/synagoge/

https://www.suro.city/freizeit-und-gaeste/kultur/historische-druckerei-seidel/

https://www.literaturarchiv.de/start

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„Eigentlich kann Transkribus nichts.“ - Aber nur eigentlich. #aubib Fri, 17 Jun 2022 16:25:00 +0200 https://www.aubib.de/blog/article/2022/06/17/eigentlich-kann-transkribus-nichts-aber-nur-eigentlich/ post-633 https://www.aubib.de/blog/article/2022/06/17/eigentlich-kann-transkribus-nichts-aber-nur-eigentlich/ Student/in Es klingt verlockend: Transkription von historischen Dokumenten auf Knopfdruck - von jedem Ort, aus jedem Zeitalter und in jeder Sprache. Transkribus, ein webbasiertes Programm zur Text- und... „Eigentlich kann Transkribus nichts.“ - Aber nur eigentlich. by Student/in 17-06-22

Categories: Gastbeitrag Allgemeines Fachliches Vortrag | Archiv

Lex Baioariorum - BSB Clm 5260

Es klingt verlockend: Transkription von historischen Dokumenten auf Knopfdruck - von jedem Ort, aus jedem Zeitalter und in jeder Sprache. Transkribus, ein webbasiertes Programm zur Text- und Strukturerkennung unter Federführung der Universität Innsbruck soll das möglich machen. Am 10.05.2022 stellte PD Dr. Robert Klugseder von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften die Transkriptionssoftware vor. Im Hörsaal des Bayerischen Hauptstaatsarchivs in München führte er neben interessierten Archivarinnen und Archivaren auch externe Gäste der LMU durch einen spannenden, mit vielen Praxisbeispielen angereicherten Vormittag.

„Eigentlich kann das Programm erstmal nichts“, machte Herr Dr. Klugseder schon zu Beginn seines Vortrages deutlich. Denn zwar verfüge die teils cloudbasierte Software – die im Gegensatz zu üblichen OCR-Programmen ausgefeilte HTR-Algorithmen (HTR = Handwritten Text Recognition) nutzt – über das Rüstzeug, historische Texte mit einer Fehlerquote von unter 5 % zu transkribieren. Ganz ohne paläographische Expertise gehe es aber definitiv nicht.

Da Transkribus nur Sätze, Schriftzeichen und deren Bestandteile entziffern kann, wenn es die so oder so ähnlich schon einmal zu Gesicht bekommen hat, muss es zunächst mit Scans und handgemachten Mustertranskriptionen gefüttert werden. 5 Textseiten sind das Minimum. Im Anschluss muss die KI trainieren. Je mehr Übungsmaterial zu einer Handschrift sie im sogenannten Model Training bekommt, desto besser. Für ein befriedigendes Resultat sollten etwa 300 Textseiten eingespeist werden. Die KI transkribiert, ein Mensch korrigiert ihre Fehler, die KI lernt, optimiert ihre Mustererkennung und so fort. In diesem Prozess entsteht ein immer feineres Modell – allerdings jeweils nur für eine einzige Handschrift.

Seit Projektstart im Jahr 2019 sind so – auch mithilfe der über 37.000 registrierten Transkribus-User – bereits tausende Schriftmodelle erstellt worden, darunter das paläographische Flaggschiff German Kurrent. Aus 126 Einzelschriftmustern zusammengesetzt ist es ein guter Ausgangspunkt für die teilautomatisierte Transkription deutschsprachiger Schriftstücke aus dem 19. Jahrhundert. Die Betonung liegt auf Ausgangspunkt. Ohne schriftkundliche Kompetenzen wird man mit Transkribus (noch) keine druckreifen Texte erzielen können – das Programm ist sozusagen noch in der Ausbildung, wird aber – sofern es von menschlichen Profis korrigiert wird – immer besser.

Textkritischen Editionen kann Transkribus keinesfalls das Wasser reichen. Aber es kann sowohl dem schriftkundlich unbedarften Laien einen ersten (!) Zugang zum Dachbodenfund ermöglichen als auch den Paläographie-Experten erheblich entlasten – insbesondere bei langen, gleichförmigen Texten sei es eine große Arbeitserleichterung, betonte Robert Klugseder.

Der Forscher hat für sein aufwendiges Homepage-Projekt zur Geschichte des Klosters Aldersbach bereits einige KI-Transkriptionen erarbeitet und online zur Verfügung gestellt. Darunter auch Rechnungsbücher, deren tabellarische Form die Software allerdings noch stark überfordert. Über Klugseders ausgefeiltes Modell zur Transkription der Aldersbacher Traditions- und Kopialbücher (Bestand des BayHStA, Kloster Aldersbach Amtsbücher und Akten) lässt sich hingegen staunen. Selbst mehrdeutige lateinische Abkürzungen – das Schreckgespenst des Archivschülers – vermochte Transkribus weitgehend korrekt aufzulösen – für 15-20 Cent pro Seite und nach vielen Stunden Training allerdings.

Wer Transkribus testen möchte: Informationen, die Mitgliedschaft und die kostenfreie Basisversion gibt es unter: https://readcoop.eu/de/.

 

Marius Wilnat

(Archivschule München)

 

Bildnachweis: BSB-Hss Clm 5260, Digitalisat, CC BY-NC-SA 4.0.

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Von "Volksdialekten" und "Büchersprache" – Martin Schrettingers Sicht aufs Bairische #aubib Fri, 17 Jun 2022 13:59:00 +0200 https://www.aubib.de/blog/article/2022/06/17/von-volksdialekten-und-buechersprache-martin-schrettingers-sicht-aufs-bairische/ post-631 https://www.aubib.de/blog/article/2022/06/17/von-volksdialekten-und-buechersprache-martin-schrettingers-sicht-aufs-bairische/ Student/in Martin Schrettinger (1772-1851), bedeutender Bibliothekar und Bibliothekswissenschaftler des 19. Jahrhunderts, wurde heute vor 250 Jahren geboren. In einem unveröffentlichten Manuskript setzt er sich... Von "Volksdialekten" und "Büchersprache" – Martin Schrettingers Sicht aufs Bairische by Student/in 17-06-22

Categories: Lesestoff

Heute vor genau 250 Jahren, am 17. Juni 1772, wurde Martin Schrettinger in Neumarkt in der Oberpfalz geboren. Der Pionier der deutschen Bibliothekswissenschaft und leitender Bibliothekar an der Münchner Hof- und Zentralbibliothek (heute Bayerische Staatsbibliothek) verbrachte einige Zeit als Mönch im Kloster Weißenohe (Oberfranken), bevor dies im Rahmen der Säkularisierung aufgelöst wurde.

Als Mönch las er aufklärerische Schriften und geriet dabei auch in Konflikt mit dem Abt (mehr darüber übrigens in der virtuellen Ausstellung “Mönch, Rebell, Bibliothekar”).

Im Jahr 1800 schreibt er ein Manuskript “über die Volks-Dialekte als Hinderniß einer zwekmässigen Jugend und Volkserziehung”. Ein Druck bzw. eine Veröffentlichung des Manuskripts ist bis heute nicht nachgewiesen, die Handschrift kam als Teil seines Nachlasses (Schrettingeriana) in die Sammlung der BSB. Dort wurde sie 2020 digitalisiert und ist seitdem übers Internet zugänglich:

https://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00135329-8

Interessant ist, dass sich Schrettinger Gedanken zur Bildung des “gemeinen Volks” gemacht hat und diese zu Papier gebracht hat. Im Zuge dessen hat er Unterschiede zwischen den bairischen Dialekten und der “Büchersprache” festgestellt, ja auch zwischen den Dialekten. Schrettinger geht sogar so weit, das zu demonstrieren, indem er eine Passage** sowohl in bairischer als auch oberpfälzischer Übersetzung widergibt.

Hier eine Kostprobe, transkribiert aus dem Digitalisat:

(zunächst die schriftdeutsche Version:)

Im Herzogtum Bayern sind die Höfe der meisten Bauern sehr unreinlich. Viele haben die Mistlachen gerad vor den Fenstern, und müssen auf Brettern über dieselbe in das Haus gehen. Die Dächer sind mit grossen Steinen belegt, damit der Wind die Schindeln nicht weg führt; welches er dort oft thut. Auch reiche Bauern bleiben bey dieser schlechten Bauart, die sie einmahl gewohnt sind. Fressen und saufen können die Bayerschen Bauern meisterlich, und dabey geht es selten ohne Schlägerey ab. Die Herrschaften sehen aber solchem Unfuge gern durch die Finger : weil sie die Brauerey haben, und desto mehr Bier verkaufen, wenn es recht toll zugeht. Das Bayersche Bier ist auch vortrefflich. Sonst sind die Bayern ehrliche und offenherzige Leute, die nicht heucheln und schmeicheln.

Bajerische Uibersezung

Im Boarlånd sann dö mearan Baurnhöf gwoidi schlåmpat. Vöi håmmat d’Mistlåka grod vorn Fenstan, und müassn auf Brödan drüba-r-ins Haus göñ. *) Dö Dacha sannd mit grossn Stoañn übalegt, dåss da Wind d’Schindeln nöt wökfüahrt; a thuats oba-r-oft oanawök. Sogor dö reichng Baurn bleibm bei deara miserabln Bauårt, dö s’amoi g’woñt sannt. Frössn und sauffa kinnat dö boarischn Baurn aus da Kunst, dabei göhts oba söitn ohnö Raufereian o. Dö Herrschåftn schaugng oba bei den Handln gern dur d’Finga: wai sö Bruihäusa håmmat, und dösta mea Bia vokauffat, wenns rächt drunta-r-und drüba geht. ‘S boarischö  Bia-r-is oba-ra-ra Bia dös Hånns koaft. In übringa sann dö Boarn öhrlichö aufrichtigö Leut, dö nöt vöi fuchsschwanzn.

*) [Anmerkung von Schrettinger:] Das Zeichen ~ [im Manuskript ein Halbkreis] bedeutet, daß das n nach französischer Art durch die Nase ausgesprochen wird.

Oberpfälzische Uibersezung

In Boialånd san di moistn Bauanhöf goa so schlåmpat. Vil hobm d’Odlhüll grod voan Fenstan, und möin af Brettan drüba-r-is Haus göiñ. Am Dachan hobms gråissi Stoin, dass da Wind d’Schinln niat davoñwaht; oft gschichts oba denna. Sogoa di reichng Bauan bleibm ba deara elendinga Bauoart, wal sis schouñ gwohnt san. Fressn und saffa kina di bojarischn Bauan moistadli, und daba sezts moistnthols Schleg o. D’Herrschaftn schaua-r-oba ba settan Schtenkareian gean duarch d’Finga, wals Bräuhäusa hobm und afta möia Böia voschleissn, wenns reat übadrüba göit. ‘S bojarisch Böia-r-is oba-r-a-r-a gscheits Böia. Sist san d’Boian redlichi und africhtige Leut, döi si niat vostelln und koan Kåzabugl måcha.

 

Das “Bairische” Schrettingers orientiert sich klar am Mittelbairischen, dem Art Bairisch, wie es in Südbayern (mehr oder weniger südlich der Donau) gesprochen wird. Auch das Oberpfälzisch (bzw. Nordbairisch für Dialektologen) ist durch Wörter wie “Stoi” (Stein) und “af/saffa” (auf/saufen) erkennbar. Schwieriger ist es aber, den nachgeahmten Dialekt genauer zu bestimmen. Schrettinger wurde ja in Neumarkt in der Oberpfalz geboren, sein Kloster Weißenohe gehörte damals auch zur Oberpfalz. Ob er seinen eigenen Dialekt oder den seiner Klosterbrüder als Vorlage nahm?

Die erkennbaren Dialektzüge sind jedenfalls miteinander kombiniert alles Andere als eindeutig. Womöglich handelt es sich auch um eine Mischform bzw. künstliches “Allgemein-Bairisch”/”Allgemein-Oberpfälzisch”.

Wie der Titel seiner Schrift schon erahnen lässt, kommen die Dialekte aber bei ihm nicht gut weg. Sie sind “Hinderniß” einer guten Erziehung, Dialekte sieht Schrettinger als “falsche” Aussprache und Verwendung der Schriftsprache. Auch die Auswahl der Passage spricht Bände darüber, was Schrettinger über seine Landsleute denkt.

Gleichzeitig erkennt er die Unterschiede zwischen Dialekt und Schriftsprache, die die Dialekte wie eigene Sprachen erscheinen lassen. So benutzt er für seine bairischen Übersetzungen eigene Buchstaben wie das “å” (verdumpftes a, das wie “ein englisches o” ausgesprochen werde). Auf diese Weise bildet er Vokale und Nasale ab, die in der deutschen “Büchersprache” nicht existieren. Er überlegt sogar, ob es zu empfehlen ist, dass bairische “Muttersprachler” Schriftdeutsch wie eine Fremdsprache erlernen.

Wie sich sein Verhältnis zum Dialekt im weiteren Bibliothekarsleben entwickelt, ist nicht bekannt. Mit Schrift und Sprache beschäftigt er sich aber weiterhin. In seinem Nachlass ist ebenfalls ein arabisches Alphabet (Schrettingeriana 13) erhalten, das noch seiner Digitalisierung entgegen sieht.

 


** Die Passage stammt aus Rudolf Zacharias Beckers “Noth- und Hülfs-Büchlein” von 1790.  Dort wird als Autor der Passage wiederum Wilhelm Denker genannt, ein Pseudonym des evangelischen Theologen Johann Ferdinand Schlez.

(Bildnachweis: Schrettinger, Martin: Nachlass von Martin Schrettinger (1772-1851) – Schrettingeriana. 12: Nachlass von Martin Schrettinger (1772-1851): Über Volksdialekte – BSB, S. 25, Digitalisat, Creative Commons CC-BY-NC-SA)

(ag)

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„Allerhand der curiösesten und meist kostbarsten Sachen“ - eine Ausstellung an der... #aubib Sat, 11 Jun 2022 14:00:00 +0200 https://www.aubib.de/blog/article/2022/06/11/allerhand-der-curioesesten-und-meist-kostbarsten-sachen-eine-ausstellung-an-der-universitaetsbibli/ post-632 https://www.aubib.de/blog/article/2022/06/11/allerhand-der-curioesesten-und-meist-kostbarsten-sachen-eine-ausstellung-an-der-universitaetsbibli/ Student/in "Allerhand der curiösesten und meist kostbarsten Sachen" - eine Ausstellung an der Universitätsbibliothek der LMU München „Allerhand der curiösesten und meist kostbarsten Sachen“ - eine Ausstellung an der Universitätsbibliothek der LMU München by Student/in 11-06-22

Categories: Ausstellung | Bibliothek

Ausstellungsplakat

„Allerhand der curiösesten und meist kostbarsten Sachen“ – bereits zeitgenössische Besucher faszinierte die Wunderkammer des Jesuiten Ferdinand Orban (1655-1732). Als Vorgänger moderner Museen sollten frühneuzeitliche Wunderkammern die Zusammenhänge der Welt im kleinen Raum darstellen. Ferdinand Orbans Sammlung umfasste dementsprechend unter anderem Bücher, Naturalien, Objekte aus fremden Kulturen sowie Kunstgegenstände verschiedenster Art.

Durch die Aufhebung des Jesuitenordens 1773 fiel der Universität Ingolstadt, der Vorgängerinstitution der LMU, mit der Sammlung Orban eine der bedeutendsten Wunderkammern Kurbayerns zu. Die Ausstellung beleuchtet anhand verschiedener Exponate aus dem Vorbesitz des Jesuitenpaters – darunter Handschriften, Drucke, Gemälde, Devotionalien sowie Waffen – das Konzept einer frühneuzeitlichen Wunderkammer und ihren Weg in die Gegenwart.

Zu besichtigen ist die Ausstellung in der Ausleihhalle der Universitätsbibliothek der LMU München vom 13. Juni 2022 bis zum 30. September 2022. Nähere Informationen hierzu finden sich auf der Webseite der Universitätsbibliothek.

Die Ausstellung ist als Teil einer Bachelorarbeit im Kurs 2019/22 entstanden.

Bildnachweis: Universitätsbibliothek der LMU München

 

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Umfrage zur Nutzung der Bibliothek des Deutschen Museums #aubib Tue, 03 May 2022 00:00:00 +0200 https://www.aubib.de/blog/article/2022/05/03/umfrage-zur-nutzung-der-bibliothek-des-deutschen-museums/ post-630 https://www.aubib.de/blog/article/2022/05/03/umfrage-zur-nutzung-der-bibliothek-des-deutschen-museums/ Student/in Umfrage zur Nutzung der Bibliothek des Deutschen Museums Umfrage zur Nutzung der Bibliothek des Deutschen Museums by Student/in 03-05-22

Categories: Bibliotheken | Deutschland Projekt

Blatt mit verschiedenen Smileys

Liebe Nutzer:innen der Bibliothek des Deutschen Museums,

um Sie besser kennenzulernen, bitten wir Sie, an dieser Umfrage teilzunehmen.

Die Umfrage wird etwa 10-15 Minuten Ihrer Zeit in Anspruch nehmen und läuft vom 03.05.2022 bis zum 27.05.2022.

Hier geht es zum Online-Fragebogen.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

Diese Umfrage wird im Rahmen des praxisorientierten Teamprojekts an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, Fachbereich Archiv- und Bibliothekswesen, durchgeführt.

Annika Pietsch, Lisa Heller, Melanie Morich

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Preisverdächtig: TIP Award 2022 für die Projekte "WiBitte?" und "Mönch, Rebell, Bibliothekar"! #aubib Fri, 29 Apr 2022 15:17:00 +0200 https://www.aubib.de/blog/article/2022/04/29/preisverdaechtig-tip-award-2022-fuer-die-projekte-wibitte-und-moench-rebell-bibliothekar/ post-629 https://www.aubib.de/blog/article/2022/04/29/preisverdaechtig-tip-award-2022-fuer-die-projekte-wibitte-und-moench-rebell-bibliothekar/ Student/in Gleich zwei Projekte des Fachbereichs werden dieses Jahr mit dem TIP Award ausgezeichnet! Preisverdächtig: TIP Award 2022 für die Projekte "WiBitte?" und "Mönch, Rebell, Bibliothekar"! by Student/in 29-04-22

Categories: Projekt Kongress / Tagung

Wir sagen danke! Wie wir diese Woche erfahren haben, werden gleich zwei studentische Teamprojekte des Fachbereichs dieses Jahr mit dem TIP Award ausgezeichnet!

Die Projekte "WiBitte? – Wissenschaftliche Bibliotheken einfach erklärt" und "Mönch, Rebell, Bibliothekar" wurden von Teilnehmer*innen des Kurses 2019/22 geschaffen und letztes Jahr durchgeführt. Mit "WiBitte?" wurde eine Podcastreihe ins Leben gerufen, um neuen Bibliotheksbenutzer*innen Einstiegshürden in der Benutzung etwa einer Unibibliothek zu nehmen. "Mönch, Rebell, Bibliothekar" ist eine virtuelle Ausstellung zum 250. Geburtstag von Martin Schrettinger, die Schrettinger per Künstlicher Intelligenz wieder zum Leben erweckt.

Neben diesen beiden Projekten wird auch das Projekt "Verzerrungen im Katalogplus der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg" ausgezeichnet, das von Studierenden an der HAW Hamburg erarbeitet wurde. Herzlichen Glückwunsch auch an sie!

Der TIP Award (Team Award Information Professionals) wird gemeinsam von der Fachzeitschrift b.i.t.online, Schweitzer Fachinformationen und der Konferenz der informations- und bibliothekswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge (KIBA), Sektion 7 des dbv und Ausbildungskommission der Deutschen Gesellschaft für Information und Wissen e.V. vergeben. Der Preis zeichnet drei studentische Teamleistungen aus, die "einen innovativen Beitrag zur konkreten Lösung von Fragenstellungen der digitalen Transformation und Gestaltung der digitalen Gesellschaft in der Berufspraxis liefern."

Bereits 2019 wurde aubib.de als studentisches Teamprojekt des Fachbereichs ausgezeichnet.

Save the date: die Preisverleihung und die Vorstellung aller drei Projekte finden am 31. Mai beim Bibliothekskongress in Leipzig statt.

Mehr zu den Projekten gibt es unter folgenden Blogbeiträgen:

"WiBitte?"

"Mönch, Rebell, Bibliothekar"

Mehr zum TIP-Award unter:

https://b-i-t-online.de/daten/tipaward.php

(ag)

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Neue Ländersteckbriefe auf aubib.de – Von Brunei bis zum Vatikan #aubib Fri, 29 Apr 2022 15:00:00 +0200 https://www.aubib.de/blog/article/2022/04/29/neue-laendersteckbriefe-auf-aubibde-von-brunei-bis-zum-vatikan/ post-628 https://www.aubib.de/blog/article/2022/04/29/neue-laendersteckbriefe-auf-aubibde-von-brunei-bis-zum-vatikan/ Student/in 17 neue Ländersteckbriefe auf aubib.de Neue Ländersteckbriefe auf aubib.de – Von Brunei bis zum Vatikan by Student/in 29-04-22

Categories: Bibliotheken | International

Neue Ländersteckbriefe auf aubib.de


Nachdem der Kurs 19/22 im vergangenen Jahr mit 38 Ländersteckbriefen ordentlich vorgelegt hat, wurden 17 weitere vom Kurs 20/23 ergänzt: 

Brunei · Chile · Gibraltar · Grönland · Katar · Malta · Mongolei · Myanmar · Nepal · Peru · Saudi-Arabien · Slowakei · Sri Lanka · Südafrika · Tschechien · Uganda · Vatikan

Diese sind nun auf unserer Projektseite zu finden und dort gilt weiterhin: Einfach auf der Karte stöbern oder ein Land über den Schnellzugriff direkt auswählen.

Das aubib-Team wünscht viel Freude beim Eintauchen in das Bibliothekswesen des Auslandes – ohne Kosten und Reisebeschränkungen …

(Bild: aubib.de)

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Excel in Bibliotheken – Eine Umfrage #aubib Tue, 26 Apr 2022 21:00:00 +0200 https://www.aubib.de/blog/article/2022/04/26/excel-in-bibliotheken-eine-umfrage/ post-627 https://www.aubib.de/blog/article/2022/04/26/excel-in-bibliotheken-eine-umfrage/ Student/in Online-Umfrage zur Excel-Nutzung an bayerischen Bibliotheken für einen Excel-E-Learning-Kurs auf der Lernplattform Ilias Excel in Bibliotheken – Eine Umfrage by Student/in 26-04-22

Categories: Bibliotheken | Deutschland Projekt Fachliches

Illustration für Excel-Kurs auf ILIAS-Plattform



Im Rahmen unseres praxisorientierten Teamprojekts führen wir vom 26. April bis (einschließlich) 11. Mai 2022 eine Online-Umfrage zur Excel-Nutzung an bayerischen Bibliotheken durch.

Diese Umfrage hilft uns bei der Konzeption und Umsetzung des eigentlichen Projektziels. Denn am Ende geht es uns darum, für die Studierenden des Fachs Bibliotheks- und Informationsmanagement einen E-Learning-Kurs für Excel auf der Lernplattform Ilias bereitzustellen. Dieser soll die wichtigsten Programmgrundlagen vermitteln – möglichst praxisnah und mit relevanten Inhalten und Beispielen.


Die Beantwortung dauert höchstens 10 bis 15 Minuten – außer Sie möchten uns in den Freitextfeldern besonders viel mitteilen). Dabei sind alle Angaben anonym und jede Antwort ist wertvoll – unabhängig davon, ob sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Umfrage als Anwender*in mit fortgeschrittenen Kenntnissen sehen oder Excel nie oder nur selten nutzen.
 


Die Umfrage ist bis einschließlich 11. Mai erreichbar über den folgenden Link:
https://excel-teamprojekt.limesurvey.net/473439?lang=de



Ebenfalls bis zum 11. Mai sammeln wir Ideen für interessante und besonders praxisrelevante Kurs-Inhalte und freuen uns über bewährte Beispiele aus dem bibliothekarischen Arbeitsalltag – als Dateien oder auch als Screenshots – via E-Mail. Die E-Mail-Adresse hierfür findet sich in unserer Umfrage, ganz zu Beginn und am Ende.


Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung – wir sind sehr gespannt auf die Erfahrungen aus der Praxis!


Das “Excel-Team”

Tanja Fischer, Dorothea Hellinger, Tanja Thomsen und Andreas Vohburger
(Student*innen an der HföD im Kurs QE3 Bibl. 20/23)

 


Bildnachweis: Tanja Fischer unter Verwendung einer Illustration von Sara Torda auf Pixabay
und den Logos von ILIAS und Excel (heruntergeladen am 23.04.2022)

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"Die Bibliothek der verbrannten Bücher" - Eine virtuelle Ausstellung der UB Augsburg #aubib Tue, 12 Apr 2022 19:29:00 +0200 https://www.aubib.de/blog/article/2022/04/12/die-bibliothek-der-verbrannten-buecher-eine-virtuelle-ausstellung-der-ub-augsburg/ post-626 https://www.aubib.de/blog/article/2022/04/12/die-bibliothek-der-verbrannten-buecher-eine-virtuelle-ausstellung-der-ub-augsburg/ Student/in Der Beitrag stellt die neue virtuelle Dauerausstellung "Die Bibliothek der verbrannten Bücher. Sammlung Georg P. Salzmann in der Universitätsbibliothek Augsburg" der UB Augsburg vor. "Die Bibliothek der verbrannten Bücher" - Eine virtuelle Ausstellung der UB Augsburg by Student/in 12-04-22

Categories: Ausstellung | Bibliothek

Postkarte zur virtuellen Ausstellung "Die Bibliothek der verbrannten Bücher. Sammlung Georg P. Salzmann in der Universitätsbibliothek Augsburg". Bildnachweis: © Universität Augsburg
Postkarte zur virtuellen Ausstellung "Die Bibliothek der verbrannten Bücher. Sammlung Georg P. Salzmann in der Universitätsbibliothek Augsburg"

Heute, am 12. April 2022, ist die virtuelle Ausstellung „Die Bibliothek der verbrannten Bücher. Sammlung Georg P. Salzmann in der Universitätsbibliothek Augsburg“ online gegangen, auf die ich gerne in diesem Blogpost aufmerksam machen möchte.

Im Rahmen meines Praktikums an der UB Augsburg durfte ich letztes Jahr das Ausstellungsprojekt in seiner Anfangsphase begleiten, indem ich der Kuratorin Dr. Andrea Voß bei der Konzeption und Projektplanung unterstütze. Umso mehr freut es mich, dass die Ausstellung nun online ist und sehr anschaulich und interessant in die Sammlung Salzmann der UB Augsburg einführt.

Bei dem Thema der Ausstellung, der Sammlung Salzmann, handelt es sich um eine umfangreiche Sammlung derjenigen Literatur, die in der Zeit zwischen 1933 und 1945 verfemt und verboten wurde. Mit Bezug auf die Bücherverbrennungen im Jahr 1933, denen viele dieser Werke zum Opfer fielen, wird die Sammlung auch als „Bibliothek der verbrannten Bücher“ bezeichnet. Die einst private Büchersammlung von Georg P. Salzmann (1929-2013) wurde 2009 von der UB Augsburg übernommen und seither durch gezielte Zukäufe ergänzt und erweitert. Derzeit zählt sie ca. 9 700 Titel (darunter viele Erstausgaben) und es sind darin über 300 Autor:innen vertreten. Nach dem Ankauf wurde für die „Bibliothek der verbrannten Bücher” ein öffentlich zugänglicher Sonderlesesaal in der Teilbibliothek Geisteswissenschaften der UB Augsburg eingerichtet, in dem viele der Sammlungsstücke von Interessierten eingesehen werden können.

Großes Anliegen des Sammlers Georg P. Salzmann war es, dass die Sammlung einem breiten Publikum, vor allem den jungen Leuten, zugänglich wird und bleibt. Denn die Erinnerung an die damals verachteten Autor:innen, deren Existenzgrundlagen zerstört und die sich zum Gang ins Exil gezwungen sahen, sollte wach­gehalten und deren Werke nicht vergessen werden.

In diesem Sinne ist die neue (und erste) virtuelle Dauerausstellung der UB Augsburg ein erfreuliches Angebot, da sie die Sammlung Salzmann ins Digitale überführt und so für eine breitere Öffentlichkeit erfahrbar macht.

In der Online-Ausstellung werden ausgewählte Sammlungsstücke und einzelne Autor:innen der verb(r)annten Bücher exemplarisch präsentiert. Die verwendeten Beispiele veranschaulichen nicht nur die Charakteristika der Sammlung, sondern auch die Schicksale von verfemten Autor:innen. Daneben finden sich in der virtuellen Ausstellung auch Hintergrundinformationen, beispielsweise zu den Bücherverbrennungen 1933 und zur deutschsprachigen Exil-Literatur, welche die Sammlung in ihren historischen Kontext einbetten. Außerdem werden die Beweggründe und die lange Sammlertätigkeit von Georg P. Salzmann thematisiert, wobei der Sammler durch einen eingebundenen BR-Film von 1990 auch selbst zu Wort kommt.

Wortwolke aus der Online-Ausstellung mit den in der Sammlung vertretenen Autor:innen. Bildnachweis: © Universität Augsburg
Wortwolke aus der Online-Ausstellung mit den in der Sammlung vertretenen Autor:innen.

Die virtuelle Ausstellung fühlt sich wie ein Rundgang durch die einzigartige Literatursammlung an und lädt zum Entdecken ein. Sie inkludiert neben bekannten Autor:innen, wie z.B. Stefan Zweig oder Lion Feuchtwanger, auch explizit unbekanntere Personen, wie z.B. Ernst Weiß oder Irmgard Keun. Die „Bibliothek der verbrannten Bücher“ ist somit ein wichtiger Beitrag gegen das Vergessen von Literaturwerken und Schriftsteller:innen des 20. Jahrhunderts.

Alle, die sich für die Ausstellung interessieren, sind herzlich eingeladen hier einzutreten!

 

Tamara Kirn (Kurs 20/23)

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Handbuchbinderei – ein Erfahrungsbericht aus dem Praktikum #aubib Mon, 21 Mar 2022 18:00:00 +0100 https://www.aubib.de/blog/article/2022/03/21/handbuchbinderei-ein-erfahrungsbericht-aus-dem-praktikum/ post-625 https://www.aubib.de/blog/article/2022/03/21/handbuchbinderei-ein-erfahrungsbericht-aus-dem-praktikum/ Student/in Handbuchbinderei – ein Erfahrungsbericht aus dem Praktikum Handbuchbinderei – ein Erfahrungsbericht aus dem Praktikum by Student/in 21-03-22

Categories: Lesestoff Praktikum

In Bibliotheken stehen bekannterweise Bücher. Viele Bücher sogar. Sie kommen ins Haus, quasi gebrauchsfertig. Woher sie kommen? Vom Buchhändler, aus dem Internet, egal, Hauptsache sie sind da – was davor war, betrifft oder interessiert uns nur selten. Zu Unrecht, meiner Meinung nach.

Während unseres zweiwöchigen Aufenthalts an der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg bekamen wir beiden Praktikanten durch Handbuchbindermeisterin Frau Kohler einen seltenen, doch wichtigen Einblick in ihr Handwerk: Wir durften – unter ihrer wohlwollenden Anleitung – ein eigenes Buch binden. Wie das ging? Hier ein paar Impressionen.

 

Buchblock

Am Anfang haben wir die Lagen gelegt, bei uns waren es acht Lagen zu jeweils vier Bögen (also 128 spätere Seiten). Die Vorsatzblätter wurden an der obersten und an der untersten Lage aufgeleimt. Anschließend wurden die Lagen von unten nach oben per Fitzbund vernäht und der Rücken zudem mit Heftbändern verstärkt. Danach wurde er abgeleimt, damit die Lagen endgültig fest zusammenhielten. Nach den Trocknen wurde der gesamte Buchblock auf das gewünschte Maß beschnitten, bei uns ca. DIN A5. Später wurden auch noch die Kapitalbänder an den oberen und unteren Kanten des Rückens angeleimt.

Buchdecke

Die auf Größe geschnittenen Pappen der Buchdeckel (Block + ein paar Millimeter) und die Rückeneinlage haben wir mittels des „Zusammenhängpapiers“ zum Kern der Buchdecke verleimt. Der Abstand zwischen den einzelnen Teilen bildet später das Gelenk zwischen den Deckeln und dem Buchrücken. Damit das fertige Buch angemessen schön (und robust) wird, haben wir den Rücken mit Buchbinderleinen eingeschlagen und die Deckel mit Buntpapier.

Einhängen

Den letzten und entscheidenden Schritt bildet das Einhängen – uns war auch ein wenig mulmig dabei! Der Buchblock wird hierfür passend in die Decke eingeschlagen, danach erst die eine, dann die andere Seite des Vorsatzes mit dem Deckel verleimt: Leim drauf, Deckel zuschlagen, bei Bedarf etwas korrigieren, und ab in die Presse.

Fertig!

Nach ein paar Stunden gespannten Wartens hatten wir dann endlich das fertige Buch in Händen – dies war also mein Erstlingswerk.

Neben der tollen Erfahrung bleibt neu gewonnener Respekt für Leim, Papier, gutes Werkzeug und – am wichtigsten – Respekt für das physische Objekt „Buch“ und die Handwerker*innen, die sich ihm verschworen haben. Vielen Dank!

 

(mb)

mb ist der Meinung, dass jede Bibliothekarin und jeder Bibliothekar einmal im Leben ein Buch selbst gebunden haben soll.

 

Fotos: mb

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