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Hier berichten wir von den großen und kleinen Erlebnissen unserer Ausbildungsreise – von Exkursionen in alte und neue Bibliotheken, von Studienfahrten und Praktika in fernen und nicht ganz so fernen Städten, von Vorträgen, Konferenzen und natürlich dem Studienleben in München.

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Adventskalender (20): Nakajima Library

Avatar of Student/in Student/in | 20. Dezember 2023 | Adventskalender



Innenansicht

Die Nakajima Bibliothek, welche zu der Akita International University (AIU) in der japanischen Präfektur Akita gehört, erfüllt den Traum jedes Besuchenden: Sie hat 24 Stunden das ganze Jahr lang über geöffnet. Der Grund dafür ist, dass Studierende niemals eine zeitliche Beschränkung für ihre Lernzeiten, welche sie in der Bibliothek verbringen möchten, haben sollen. Sie ist japanweit die einzige Bibliothek, die dem Prinzip der dauerhaften Öffnung nachgeht. 

 

Der Bestand aus hauptsächlich westlicher Literatur (60% vom Gesamtbestand sind fremdsprachige Bücher) ist unterteilt in sowohl „normale“ als auch digitale Bücher, welche sich vor allem auf Geisteswissenschaften fokussieren. Studierende, Mitarbeitende und normale Nutzende haben die Möglichkeit, jederzeit und von jedem Standort auf die Medien zuzugreifen. Die Bibliothek bietet zusätzlich Workshops an, in welchen man lernt, digitale Ressourcen zu benutzen. 

 

Was einem bei der Bibliothek sofort ins Auge sticht, ist die einzigartige Architektur. Das Gebäude wird als „Book Colosseum“ bezeichnet, da es (halb-)kreisförmig ist und somit dem international bekannten Kolosseum in Rom ähnelt.

Wenn man man die Decke ansieht, kann man erkennen, dass diese wie ein Schirm aufgebaut ist. Für die Ausarbeitung der Decke benutze der Architekt namens Mitsuru Senda altertümliche Bautechniken der Präfektur Akita. Das Holz stammt von der Japanischen Zeder, welche in Akita wächst und gerne als beliebtes Baumaterial benutzt wird. Anscheinend kann man den leichten Holzgeruch im Gebäudeinneren riechen und wird als beruhigend empfunden. 

Da das Gebäude sehr offen und zentral aufgebaut ist, hat man die Möglichkeit, in den oberen Stockwerden hinter der Bücherregalen zu arbeiten, um nicht von der Sicht auf andere BesucherInnen abgelenkt zu werden. Die Arbeitsplätze sind nicht nur mit Licht und Stromanschluss ausgestattet, sondern haben auch sich farblich unterscheidende Stühle. Je nach Farbe wird erkannt, ob es ein eher hoher oder niedriger Stuhl ist und somit die eigenen Ansprüche an einen gemütlichen Sitzplatz erfüllen kann. Dies ein wichtiges Detail, da man somit nachvollziehen kann, dass die Bibliothek sich in die Lage der Besuchenden versetzt hat und versucht, einen angenehmen Besuch zu ermöglichen. 

 

Die Nakajima library wird als eine der schönsten Bibliotheken Japans gesehen und ist definitiv einen Besuch wert!

LH

Bildquelle: https://www.uib.no/sites/w3.uib.no/files/styles/content_main/public/media/brukt_aiu_nakajima_library_resize_1296x864.jpg?itok=m4aXgIXX

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