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Hier berichten wir von den großen und kleinen Erlebnissen unserer Ausbildungsreise – von Exkursionen in alte und neue Bibliotheken, von Studienfahrten und Praktika in fernen und nicht ganz so fernen Städten, von Vorträgen, Konferenzen und natürlich dem Studienleben in München.

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Mein Abenteuer in NRW - Praktikum an der UB Bielefeld

Avatar of Student/in Student/in | 11. April 2020 | Bibliotheken | Deutschland, Praktikum | Inland



Universität Bielefeld
Sparrenburg
Die Sparrenburg
Museum Wäschefabrik
Museum Wäschefabrik
 

„In Kürze erreichen wir Bielefeld Hauptbahnhof“, ertönt es aus den Lautsprechern im ICE.

Nach meinem zweiwöchigen Praktikum an der Universitätsbibliothek Bielefeld im November kann ich Ihnen bestätigen: Die Stadt existiert. Und sie hat viele schöne Ecken und eine unglaublich interessante Universitätsbibliothek.

Als ich zum ersten Mal die Uni Bielefeld betrat, fand ich dank der guten Beschilderung sofort zur Bibliothek, die sich über den ganzen ersten Stock verteilt.

Beim Rundgang zeigte sich, dass hier doch einiges ganz anders ist als zu Hause. Zum Beispiel ist alles RFID getagged und für die Nutzer sind Selbstverbucher ganz normal. Zum Zeitpunkt meines Praktikums hatte der hbz-Verbund noch SISIS. Dennoch gab es auch hier einige Unterschiede, zum Beispiel einen anderen Datenfluss als im BVB. Zudem habe ich das Bestellsystem Eli:SA kennengelernt und dass man E-Books auch nicht providerneutral aufnehmen kann. An der UB Bielefeld gibt es außerdem ein festes Team, dass sich ausschließlich um die Infotheke und die Chat-Auskunft kümmert, was ich so bislang nicht kannte. Hier beschäftigt man sich zudem intensiv mit Forschungsdatenmanagement. Ich durfte die gesamte Bibliothek im Schnelldurchlauf kennenlernen.

Der Schwerpunkt und auch das Highlight meines Praktikums war aber die LibTec, die IT-Abteilung der Bibliothek. Wie bestimmt die meisten wissen, nimmt die UB Bielefeld eine Vorreiterrolle im Bereich elektronische Dienstleistungen ein. So konnte ich in Gesprächen mit den unglaublich netten Kolleg*innen mein Wissen zu Open Access vertiefen und auch den Nationalen OA-Kontaktpunkt kennenlernen. Besonders schön war auch, noch mehr zum Projekt ORCID DE zu erfahren, in dem die UB Bielefeld aktiv tätig ist.

Hauptsächlich habe ich mich jedoch mit BASE beschäftigt. Ich lernte den Harvesting-Mechanismus kennen und durfte sogar die Quellenliste bearbeiten. Insgesamt wurde mir sehr viel Vertrauen entgegengebracht und ich hatte einige interessante Arbeitsaufträge, die mein Fachwissen sehr erweitert haben. So durfte ich unter Anleitung eine Schnittstelle programmieren, die die Quellenliste in schön aufbereiteter Form für andere Institutionen bereitstellt und auch ausprobieren, wie man diese Liste in einem Browser optisch ansprechend darstellen könnte. Mich hat wirklich gefreut, meine im Studium erlernten Perl-Kenntnisse sinnvoll einsetzen und vertiefen zu können.

Das Kennenlernen der Unibibliothek hat mir einen komplett neuen Blickwinkel auf unsere heimische, bayerische Bibliothekslandschaft verschafft. Aber auch der Blick in der Cafeteria Westend war ganz neu: Hellblaues Wasser, Schwimmer mit Badekappen… Ja, dort gibt es ein Schwimmbecken mitten in der großen Halle der Uni.

Besonders gefreut hat mich, die Kolleg*innen beim Nachmittagskaffee (den besten Cappuccino der Welt gibts bei Hasan an der Uni Bielefeld) besser kennenzulernen! Ich habe mich gleich herzlich aufgenommen gefühlt.

So habe ich auch zwei Mal mit Kolleg*innen den Bielefelder Weihnachtsmarkt besucht (ganz seltsam, es nicht Christkindlmarkt zu nennen…), an der Lesung von Susan Kreller zu „Elektrische Fische“ teilgenommen und viele Tipps fürs Sightseeing am Wochenende erhalten. Viel Spaß hatte ich auch auf der 50-Jahrfeier der Uni Bielefeld, zu der ich kurzerhand von den Kolleg*innen eingeladen wurde.

Auch in der Freizeit ließ mich die Bibliothekslandschaft Bielefelds nicht los: Ich besuchte die Stadtbibliothek Bielefeld, die mich mit ihrer modernen Architektur, der Fotothek und ihren anderen großartigen Angeboten begeistert hat. So eine schöne ÖB habe ich noch nie gesehen!

Außerdem war ich auf der Sparrenburg, dem Wahrzeichen Bielefelds. Von dem alten Gemäuer aus hat man einen wunderbaren Blick über die ganze Stadt und den Teutoburger Wald. Atemberaubend – im wahrsten Sinne des Wortes, es wehte nämlich ein bitterkalter Wind…

Ebenso war der Besuch im Museum Hülsmann, in dem es eine große Ausstellung zum Bauhaus gibt, und im Museum Wäschefabrik wirklich einmalig. Gerade die Wäschefabrik hat mich besonders fasziniert. Dort ist es, als wäre die Zeit stehen geblieben.

Bielefeld ist definitiv eine Reise wert und ich freue mich schon darauf, noch einmal wiederzukommen!

An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmals ganz herzlich bei allen Kolleginnen und Kollegen bedanken, denen ich während des Praktikums begegnet bin. Es hat mir wirklich sehr gut bei Ihnen gefallen und auch meinen fachlichen Horizont erweitert.

 

Christina Prell

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