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Hier berichten wir von den großen und kleinen Erlebnissen unserer Ausbildungsreise – von Exkursionen in alte und neue Bibliotheken, von Studienfahrten und Praktika in fernen und nicht ganz so fernen Städten, von Vorträgen, Konferenzen und natürlich dem Studienleben in München.

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Hopp Schwiiz

Avatar of Student/in Student/in | 01. April 2020 | Praktikum | Europa



Stadtansicht Zürich

Ich dachte immer, dass sich die Schweiz gar nicht so sehr von Deutschland unterscheidet - jedenfalls in den deutschsprachigen Kantonen. In diesem Glauben habe ich mich dann auf den Weg nach Zürich gemacht, an die ETH. Spitzenuniversität, im Ranking zu finden in der TOP 10.

Gerne möchte ich meine Erfahrungen, die ich in zwei Wochen Praktikum gemacht habe, mit euch teilen. Zusammengefasst in vier Dingen, die ich besonders beeindruckend und erwähnenswert finde.

1. Was mich überrascht hat

Bisher habe ich Aleph nur für die Katalogisierung verwendet - für Buchdaten und alles Weitere haben wir ja SISIS. Deshalb war ich sehr überrascht, dass SISIS den Kollegen an der ETH gänzlich unbekannt war. Der Satz "Das kann doch Aleph auch alles!" hat mich sehr erstaunt. Und so konnte ich fast am Ende der praktischen Ausbildung mal wieder etwas zum allerersten Mal machen, nämlich in Aleph Bücher bestellen, Zeitschriften verwalten und Buchdaten anlegen. Es war natürlich schon eine Umstellung, aber es funktioniert gut. Aleph weiß ich auf jeden Fall jetzt mehr zu schätzen.

2. Warum ALMA gerade ein heißes Thema ist

Lange wird es Aleph an der ETH aber nicht mehr geben, denn der Umstieg auf ALMA ist bereits in vollem Gange. Aber das ist nicht die einzige große Änderung, auch die Verbundlandschaft der Schweiz wird komplett umgekrempelt. Zwei Umstiege auf einmal, das ist äußerst personalintensiv und kompliziert. Die IT und die Bibliothekare, die im Metadatenmanagement tätig sind, haben gerade alle Hände voll zu tun. Denn die Qualität von ALMA steht und fällt mit der Qualität der Daten. Bei der Bereinigung und Aufbereitung von Daten durfte ich auch mithelfen. Gar nicht so einfach, tausende Katalogdaten auf einmal zu bearbeiten.

3. Was man mit viel Geld anstellen kann

Dass in der Schweiz das Geld zu Hause ist, hat man schon häufig gehört. Und es stimmt tatsächlich. Während in Deutschland einzelne Springer-Pakete erworben werden, leistet sich die ETH das komplette deutsche und englische Angebot. Was der Spaß kostet, will ich lieber nicht wissen. Davon profitieren natürlich die Studenten der ETH. Die Kehrseite des Ganzen sind aber natürlich extrem hohe Lebenshaltungskosten. Während man in München in den Mensen beim Mittagessen wohl um die 5€ bezahlt, kostet die Mahlzeit in der ETH-Mensa mindestens das doppelte - ohne Getränk. Das Studium in der Schweiz muss man sich also erst mal leisten können. Da ist man dann doch ein bisschen erleichtert, wenn man wieder nach Hause kommt.

4. Warum Deutsch nicht gleich Deutsch ist

Ein Praktikum im deutschsprachigen Ausland klang verlockend, weil wenigstens keine Sprachbarriere vorhanden ist. So schwer zu verstehen kann Schweizerdeutsch ja nicht sein, ist ja schließlich Deutsch. Wie habe ich mich da geirrt: Schwizerdütsch ist verdammt hart! Legen sie damit erst mal los, versteht man nahezu nichts. Den Satz "Ach, Sie verstehen kein Schwizerdütsch!", habe ich häufig gehört. Dankenswerterweise wurde mit mir in Hochdeutsch kommuniziert. Gelernt habe ich aber trotzdem etwas Schwizerdütsch: "Gruezi" ist die formellere Begrüßung und "Hoy" sagt man, wenn man die Person besser kennt.

So viel zu meinen (subjektiven) Eindrücken.

Zürich ist übrigens wunderschön und ein Praktikum an der ETH kann ich nur wärmstens weiterempfehlen! Man wird viel Neues lernen und selbst erfahren, dass sich die Schweiz von Deutschland doch sehr unterscheidet.

 

Jakob Mathy

Eingangshalle der ETH
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