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Hier berichten wir von den großen und kleinen Erlebnissen unserer Ausbildungsreise – von Exkursionen in alte und neue Bibliotheken, von Studienfahrten und Praktika in fernen und nicht ganz so fernen Städten, von Vorträgen, Konferenzen und natürlich dem Studienleben in München.

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Jultid i Uppsala universitetsbiblioteket

Avatar of Student/in Student/in | 11. Dezember 2019 | Bibliotheken | International, Praktikum | Ausland, Praktikum | Europa



Jultid i Uppsala universitetsbiblioteket

Bok hall (= Buchhalle) in der Carolina Rediviva

Während meines zweiwöchigen Aufenthalts an der Universitätsbibliothek in Uppsala bin ich wirklich viel herumgekommen – ich durfte natürlich die Carolina Rediviva (das Hauptgebäude der 1621 gegründeten Bibliothek) in all ihrer Größe und „Verwinkeltheit“ entdecken, aber auch den Maker Space und das Visualization Lab am Ångström Campus, verschiedene Lernzonen im Ekonomikum und weitere der zahlreichen Teilbibliotheken besuchen.

So vielfältig wie die einzelnen Standorte der UB sind auch die Tätigkeiten und Schwerpunkte. Ich bekam wirklich von allem etwas zu sehen! Besonders deutlich wurde auch, wie gut man „alt und neu“ in einer Bibliothek zusammenbringen kann. So durfte ich mir in meiner zweiten Woche die Abteilungen für Spezialsammlungen und Digitalisierung etwas genauer anschauen. Los ging’s mit einer Tour durch die Magazine – wir waren auf der Suche nach neuen Inspirationen für den Instagram-Account der Bibliothek. Dieser sorgt neben den Ausstellungen und der in Kooperation mit Göteborg und Lund eigens entwickelten Plattform Alvin dafür, dass auch wirklich alle an den Schätzen der Bibliothek teilhaben können. Übrigens: Alvin basiert auf einem strikten Open-Access-Prinzip – ein Bereich, in dem die Schweden ziemlich aktiv sind. Es gibt bereits Abmachungen mit den großen Playern der Verlagswelt für Open Access Publizieren an der Universität Uppsala. Wer will, kann hier noch genauer nachlesen!

Ich durfte selbstverständlich auch mal selber ran und praktisch mitarbeiten, z.B. beim Scannen alter Dissertationen, beim Katalogisieren mittelalterlicher Manuskripte und (mein persönliches Highlight) bei der Arbeit in der Werkstatt der Buchbinder und Konservatoren. Hier durfte ich unter der besten Anleitung (gibt’s auch als YouTube-Video) meine erste professionelle Box, mein eigenes Büchlein und echte Goldprägungen anfertigen.

Natürlich konnte ich nicht nur das Büchlein in der Box mit nach Hause nehmen, sondern auch viele Anregungen für die Arbeit in der Bibliothek. Was mich dabei besonders beeindruckt hat, war die enge Zusammenarbeit mit Nutzern (UX oder user experience). Egal was neu eingeführt oder umgestaltet wird, bevor man mit der Planung beginnt, geht man in erstmal in die Cafeteria und auf den Campus und fragt nach: was wünscht ihr euch denn eigentlich von der Bibliothek? Auch in Sachen IT-Kompetenz sind die Schweden ziemlich gut dabei: für Wissenschaftler im Bereich der Digital Humanities gibt es persönliche Beratung, Software-Lizenzen und Einführungen z.B. in Python, R oder Nvivo durch BibliothekarInnen.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass das Praktikum in Uppsala super viel Spaß gemacht hat. Die Kollegen haben mich sehr herzlich aufgenommen und ich durfte bei sämtlichen Weihnachtsfeiern und verlängerten Kaffeepausen (schwedisch: fika) mit Zimtschnecken und Lebkuchen dabei sein. Als krönenden Abschluss meines Besuchs konnte ich die berühmt-berüchtigte Lucia-Feier in den Räumlichkeiten der Carolina Rediviva miterleben.

Danke an alle, die mir das Praktikum ermöglicht haben! Tack så mycket!

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