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Hier berichten wir von den großen und kleinen Erlebnissen unserer Ausbildungsreise – von Exkursionen in alte und neue Bibliotheken, von Studienfahrten und Praktika in fernen und nicht ganz so fernen Städten, von Vorträgen, Konferenzen und natürlich dem Studienleben in München.

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Bibliographien heute – Braucht’s das noch?

Avatar of Dozent/in Dozent/in | 21. Mai 2019 | Fortbildung



Nach Besuch der Jahresversammlung des VDB-Regionalverbands Südwest kann man diese Frage nur mit einem deutlichen JA! beantworten. Jedoch sind Bibliographien im digitalen Zeitalter deutlich anders gewandet, als man es im Historischen Lesesaal der Universitätsbibliothek Tübingen in klassischen Holzregalen bewundert.

In der Vorstellung von IxTheo, der Internationalen Bibliographie für Theologie und Religionswissenschaft, konnte man beispielhaft und in beeindruckender Weise erfahren, was eine gut gemachte Fachbibliographie alles zu bieten hat.
IxTheo, erstellt an der Universitätsbibliothek Tübingen, leistet eine umfassende Erschließung der weltweiten theologischen Fachliteratur binnen 3-4 Wochen nach Erscheinen. Dies kann nur mittels Template-gesteuerter Analysen des Inhaltsverzeichnisses und anschließender strukturierter Metadatenexporte bei Print-Publikationen sowie halbautomatischer und automatischer Verfahren bei E-Journals erreicht werden.
Basiserschließung im K10plus, intellektuelle Tiefenerschließung für eine Auswahl an Zeitschriften und teilweise sogar eine Volltextsuche sorgen für eine hohe Genauigkeit in der Erschließung und lassen auch einen amerikanischen Suchmaschinenanbieter in Tübingen vorstellig werden. Dem internationalen Fokus wird man mit einer multilingualen Suche in 9 Sprachen gerecht.
Und in der Kür werden darüber hinaus den Suchenden möglichst viele Publikationen unmittelbar zugänglich gemacht, wozu nicht nur zahlreiche Zeitschriften retrodigitalisiert werden sondern auch die Zweitveröffentlichung für interessierte Wissenschaftler*innen von Seiten des IxTheo-Teams übernommen wird und so nebenbei aktiv ein Beitrag zu Open Access geleistet wird.

Das zweite Beispiel der Veranstaltung heiBIB, die Heidelberger Universitätsbibliographie, erschließt alle Publikationen von Wissenschaftler*innen der Universität Heidelberg (mit retrospektiver Erschließung ca. 15-20.000 Titel pro Jahr). Gesammelt wird per Autorenmeldung, Literaturlisten oder mit einem Klick über ORCID. Nachgenutzt werden können die Inhalte sowohl über die Recherche in den Portalen der UB Heidelberg als auch über dynamische, sich automatisch aktualisierende Literaturlisten, die für ein Institut oder für einen Wissenschaftler erstellt und auf der jeweiligen Homepage eingebunden werden können.

Abgerundet wurde die Vorstellung mit den Angeboten einer zeitgemäßen Landesbibliographie am Beispiel der Landesbibliographie Baden-Württemberg online. Sie enthält Literatur zu allem, was sich auf das Land bezieht, und ist damit nicht nur für landeskundlich Interessierte, sondern auch für andere Fachdisziplinen ein geeignetes Rechercheinstrument. „Sobald der Lurch in baden-württembergischen Gewässern lebt, erhält die Spezies auch einen Platz in der Bibliographie.“ Durch die Einbindung in unterschiedliche Informationsangebote und Internetquellen wird die Datenbank weit über das eigene Portal hinaus vernetzt.

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