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Hier berichten wir von den großen und kleinen Erlebnissen unserer Ausbildungsreise – von Exkursionen in alte und neue Bibliotheken, von Studienfahrten und Praktika in fernen und nicht ganz so fernen Städten, von Vorträgen, Konferenzen und natürlich dem Studienleben in München.

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Geht nicht gibt's nicht - wie virtuelle Praktika funktionieren können

Avatar of Student/in Student/in | 11. Mai 2021 | Bibliotheken | International, Praktikum, Praktikum | Inland



OTH Bibliothek Außenansicht

Was macht ein gutes Praktikum aus? Sicherlich der Austausch mit den Kolleg*innen aus verschiedenen Bibliothekstypen. Die vielfältigen Einblicke in die unterschiedlichen Arbeits- und Herangehensweisen. Die gemeinsamen Kaffeepausen, in denen man über Gott und die Welt plaudert. Nicht zu vergessen auch die selbstständige und praktische Arbeit am Gegenstand.

Klingt gut, oder? Stellen wir uns nun aber vor, ein apokalyptischer Virus dringt in diese My little Pony Welt der Praktika ein und verändert damit alles. Kein Kontakt, kein vor Ort sein, kein selbstständiges Arbeiten – und deshalb kein Praktikum?

Nicht mit uns, dachte sich die Hochschulbibliothek der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (HBR) und verlagerte unser noch vor Corona-Zeiten vereinbartes dreiwöchiges Praktikum in den virtuellen Raum. Und weil der ja bekanntlich unbegrenzt ist, konnte die HBR sogar sechs anstatt der ursprünglich geplanten zwei Praktikant*innen aufnehmen.

Doch wie soll man so ein virtuelles Praktikum füllen? Dazu fragte die HBR kurzerhand die Praktikant*innen um Rat, welche Inhalte diese interessieren. Raus kam eine wilde Mischung von Benutzung und Information bis hin zur Erwerbung und dem wissenschaftlichen Publizieren unter anderen mit Open Access.

Weil uns die OTH-Bibliothek nicht mit Infos überschütten wollte, plante sie für uns auch viele Einheiten, in denen wir selbstständig an unterschiedlichen Projekten arbeiten konnten. So durften wir zum Beispiel ein Informationsvideo schneiden, uns in der Vergabe von Notationen mittels der RVK üben oder gemeinsam in der Gruppe anhand mehrerer Übungsfälle verschiedene Situationen mit „schwierigen“ Benutzern durchsprechen.

Das Highlight schlecht hin: Die Konzeption und Durchführung unserer eigenen CITAVI-Schulung (ganz ohne Vorgaben!), in der wir zehn OTH-Studierende zum Backen mit CITAVI entführen durften – keine Sorge, das Backen war nur unser Schulungsmotto.

OTH-Bibliothek Innenansicht

Für Praktikant*innen, die die Räumlichkeiten und Ausstattung der Bibliothek in vor-Corona-Zeiten noch nie begutachten konnten, gab es ein spannendes Angebot: virtuelle Live-Führungen mit dem Tablet. Egal ob Hightech-Rückgabesystem oder fancy Schlüsselautomat – wir kennen uns nun an der Bibliothek aus. Selbst das gegenseitige Vernetzen kam nicht zu: In einer gemütlichen Kaffeerunde, die einfach in den virtuellen Raum verlagert wurde, standen uns die Referatsleiter*innen und die Bibliotheksleiterin Rede und Antwort auf all unsere Fragen.

OTH Außenansicht

An dieser Stelle nochmals vielen herzlichen Dank an die Hochschulbibliothek Regensburg, dass sie uns trotz der ganzen Umstände die Möglichkeit gegeben hat, auch den Bibliothekstyp der Hochschulbibliotheken kennenzulernen. Dies ist umso wertvoller, als dass sich für uns im zweiten Praxissemester die letzte Gelegenheit bot, in andere Informationseinrichtungen außerhalb unserer Praxisbibliothek eintauchen zu können. Sollten pandemiebedingt weiterhin nur virtuelle oder hybride Praktika möglich sein, so können wir nur sagen: Traut euch, es ist für alle Beteiligten eine Bereicherung!

Wie seht ihr das? Habt ihr schon Erfahrungen mit virtuellen Praktika gemacht oder würdet ihr es mal versuchen? Schreibt uns in die Kommentare

- AZ, BD, MBK

 


Fotos: Dankenswerterweise zur Verfügung gestellt von Johanna Burzler, OTH

Meinungen?

4 Kommentar(e)

SL |

25. Mai 2021

Gab es diese "my little Pony"-Welt der Praktika vor Corona? Oder war das immer ein stressige Rumfahrerei, ein Kampf an ein warmes Mittagessen zu kommen und dann war man doch nur das fünfte Rad am Wagen und konnte sich außerdem mit niemandem in der gleichen Situation vor Ort austauschen?

In der echten (hier Diskussion zu Simulationshypothese denken) Welt haben die Mitarbeitenden der Praktikumsbibliothek durch das virtuelle Praktikum auch viel gelernt. Manches ist sogar für die weitere Arbeit übernommen worden. Es war also für beide Seiten ein Gewinn.

 

Vielleicht am Ende doch ein virtuelles "my little pony" Praktikum?


Leserin |

23. Mai 2021

Ich liebe Texte wie diese, die mit einer gewissen Leichtigkeit geschrieben sind - so macht dieser Blog richtig Spaß - gerne mehr davon!


Biblioelster |

14. Mai 2021

Tolle Sache!


Student |

13. Mai 2021

Ich finde, virtuelle Praktika sind eine tolle Gelegenheit, um Einrichtungen kennenzulernen. Gerade in einer solchen Situation wie im Moment!

Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Bibliotheken sich darauf aber nicht einlassen. Das ist sehr schade. Ich sehe hier viele Möglichkeiten. Gerade bei Kurspraktika bekommt man viel erzählt usw. Ich sehe keinen Grund, warum man so einen Austausch nicht ins virtuelle verlagern kann. Auch sehe ich relativ geringe Anforderungen durch Zoom etc.