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Hier berichten wir von den großen und kleinen Erlebnissen unserer Ausbildungsreise – von Exkursionen in alte und neue Bibliotheken, von Studienfahrten und Praktika in fernen und nicht ganz so fernen Städten, von Vorträgen, Konferenzen und natürlich dem Studienleben in München.

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Weltkarte




Von einem schatzsuchenden König

Avatar of Student/in Student/in | 07. Mai 2020 | Projekt, Fachbereich



Schatzkarte

Wer das Wort “Geocaching” liest und nicht glaubt, es handelt sich dabei um das neueste Pokémon aus dem Hause Nintendo, wird sich jetzt vielleicht denken „Geocaching? Das ist sowas von 2009!“, doch weit gefehlt! 

Schon im goldenen Piratenzeitalter waren Menschen bereit, ihr ganzes Leben dieser Aufgabe zu widmen. In unserer Kindheit war es das Highlight jeder Geburtstagsfeier und auch im digitalen Zeitalter ist es der heiße Scheiß: die Schatzsuche. 

Zugegebenermaßen nicht mehr mit semi-spezifischen Schatzkarten, sprechenden Papageien und Holzbeinen, aber dafür mit den Hilfsmitteln der Moderne: GPS-Geräten oder Smartphones und...Wasserpistolen (warum diese in der gängigen Geocaching-Literatur als Teil der Grundausrüstung empfohlen werden, bleibt ein Rätsel).

Für diejenigen unter euch, denen der Begriff "Geocaching" nichts sagt: "Geocaching" leitet sich vom griechischen Wort “γῆ, gē” (Erde) und vom englischen Wort “cache” (geheimes Lager) ab und bezeichnet eine Art Schnitzeljagd 2.0. Mithilfe von GPS-fähigen Geräten können verschiedene Verstecke (Caches) aufgefunden werden, an denen sich unter anderem das sogenannte Logbuch befindet, in dem erfolgreiche Schatzsuchen dokumentiert werden. Nach geglücktem Fund wird das Logbuch wieder zurück an die Fundstelle gelegt, damit die nächsten Jäger des verlorenen Schatzes es finden können. 

Die verschiedenen Caches werden im Internet auf diversen Geocaching-Plattformen veröffentlicht, wo sich die Geocacher auch untereinander austauschen, den Cache bewerten und eventuell aufgetretene Probleme melden können.

Die Geocaching-Community ist nach wie vor klein aber fein, befindet sich allerdings stetig im Wachstum. Im Frühjahr 2019 gab es ungefähr drei Millionen Teilnehmer auf der ganzen Welt. Geocaching beschränkt sich aber längst nicht mehr auf den Planeten Erde: Der Cache GC1BE91 befand sich zwischen 2008 und 2017 auf der Internationalen Raumstation. 

Selbstverständlich sind auch Bibliotheken mittlerweile in der Geocaching-Welt vertreten. Besonders in den USA (aber auch in Deutschland) gibt es eine Vielzahl an Caches, anhand derer Bibliotheken auf eine neue Art und Weise entdeckt werden können (wie beispielsweise die Denver Public Library). 

Für unser Teamprojekt möchten wir nun nicht nur eine Münchner Bibliothek in einen Geocache integrieren, sondern gleich vier und damit die Geocacher*innen durch verschiedene Bibliothekstypen begleiten. 

Den Mittelpunkt der Schatzsuche bildet die Ludwigstraße, in deren Umkreis, neben monumentalen Bauwerken, auch einige besondere Bibliotheken zu bewundern sind. Hier könnt ihr ab dem kommenden Sommer – falls die Bibliotheken bis dahin wieder regulär öffnen können – Ludwig I., Bauherrn der Ludwigstraße, auf seinem Streifzug durch die moderne Welt der Bücherhallen begleiten.

Meinungen?

1 Kommentar(e)

Studentin |

08. Mai 2020

Super schöne Idee! Und meiner Meinung nach auch modern =) Geocaching geht immer.