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Hier berichten wir von den großen und kleinen Erlebnissen unserer Ausbildungsreise – von Exkursionen in alte und neue Bibliotheken, von Studienfahrten und Praktika in fernen und nicht ganz so fernen Städten, von Vorträgen, Konferenzen und natürlich dem Studienleben in München.

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Bibliotheken und Tiere - Teil 5: Bibliotheksmaskottchen

Avatar of Student/in Student/in | 23. April 2020 | Bibliotheken | International, Bibliotheken | Deutschland



Maskottchen

Sie heißen Reada Book, Bleecker, Murray oder Dewey und sollen mit ihrem flauschigen Fell und freundlichen Gesicht Leute in die Bibliotheken locken. Was sich auf den ersten Blick seltsam anhört ist in den USA aber Gang und Gäbe. Viele Public Libraries leisten sich ein leibhaftiges Bibliotheksmaskottchen, das auf Veranstaltungen, in Shopping Malls oder im Internet auftritt und fleißig Werbung für die Bibliotheken macht. Was Sportvereine können, können Bibliotheken ja schon lange!

Die Bewegungsfreiheit ist in so einem Kostüm natürlich eingeschränkt; reden können sie auch nicht. Daher werden die Maskottchen immer von Bibliothekspersonal begleitet, das Flyer verteilen und Auskünfte geben kann. Denn die Maskottchen haben vor allem eine Funktion: Aufmerksamkeit erregen! Sie geben der Bibliothek ein Gesicht, wirken einladend und freundlich und können vor allem bei Kindern die Schwellenangst abbauen, denn sie sind sprichwörtlich „zum Anfassen“. Nicht zuletzt bieten sie eine gute Identifikationsmöglichkeit. Das fängt schon damit an, dass viele Maskottchen von Bibliothekskunden getauft wurden, nachdem sie in groß angelegten Aktionen ihre Namensvorschläge einreichen konnten. Lotterien oder Preisverleihungen erhöhen dabei natürlich die Bereitschaft, mitzumachen. In den USA sind viele Maskottchen auch das ganze Jahr über unterwegs und haben einen viel größeren Stellenwert in ihrer Community als in Deutschland: so treibt sich Booker aus Indianapolis auf Baseball-Spielen herum, Rufus the Reading Dog lädt in Cincinnati zu seiner Geburtstagsfeier ein und Dewey the Dragon schafft es mit seinem ersten Auftritt sogar in die lokalen Nachrichten.

In Deutschland beschränken sich die meisten Bibliotheken auf symbolische Zeichnungen oder Kuscheltiere (notable exception: der Leselöwe Bibolin aus Pirna) und setzen ihre Maskottchen vor allem für die Leseförderung der ganz Kleinen ein. Sie werben dann auf Flyern und Facebook-Posts für Vorlesestunden oder das Sommerferienprogramm, so wie Will’ma die Leseschnecke (Unna, Zentrum für Information und Bildung), Leslie Leseratte (Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz) oder das Eichhörnchen Polli (Bibliothek Krailling).

Ob gezeichnet, aus Plüsch oder als Kostüm: die lustigen Tierchen kommen beim Publikum immer gut an. Auch an den wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland gäbe es Einsatzmöglichkeiten für Maskottchen: Wie wäre es mit Fido, dem FID-Drachen oder Rafael, dem RAK-Rabauken?

Meinungen?

2 Kommentar(e)

Advocatus diaboli |

29. April 2020

Genauso wie bei IK würde ich vorschlagen erst zu untersuchen, ob diese Ideen wirklich beim Publikum ankommen, oder wir das nur glauben :))


Studierende Person |

23. April 2020

Wir brauchen ein Fachbereichsmaskottchen!