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Hier berichten wir von den großen und kleinen Erlebnissen unserer Ausbildungsreise – von Exkursionen in alte und neue Bibliotheken, von Studienfahrten und Praktika in fernen und nicht ganz so fernen Städten, von Vorträgen, Konferenzen und natürlich dem Studienleben in München.

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Bücher, Bücher, Musikinstrumente

Avatar of Student/in Student/in | 29. Februar 2020 | Praktikum | Europa



Das wunderbar aufgemachte Museum & die namensgebende Konzerthalle
Auch kuriose Instrumente gibt es zu sehen!

Sonderbestände sind an Bibliotheken (eigentlich) keine Besonderheit. Ob alte Globen, prachtvolle Handschriften oder Erstausgaben mit Widmung – solche Medien können schon einmal vorkommen. Aber Musikinstrumente? Die gibt es in der St Cecilia’s Hall, in der ich während meines Praktikums an der University of Edinburgh kurzzeitig arbeiten durfte, zu sehen!

Um die offensichtlichste Frage zuerst zu beantworten: Nein, die Instrumente darf man nicht ausleihen. Doch wie kamen diese überhaupt in den Bestand der Universitätsbibliothek? Nun, im Grunde genommen gehören sie der Universität selbst, allerdings wurde der UB die Betreuung der „Collections“ anvertraut, weshalb auch die St. Cecilia’s Hall in ihren Zuständigkeitsbereich fällt – namensgebend ist übrigens die auch noch heute genutzte und älteste, dedizierte Konzerthalle Schottlands im Herzen des Gebäudes, das sich – etwas versteckt – im Cowgate befindet. Die Universität wiederum kam durch Schenkungen und die eigene Lehr- und Forschungstätigkeit im Bereich der Musikwissenschaft zu der unglaublichen Sammlung an Instrumenten aus der ganzen Welt (ein Katalog findet sich hier). Der Großteil der ausgestellten Stücke befindet sich zudem in einem herausragenden Zustand, was dem an das Museum angeschlossenen Restaurationslabor zu verdanken ist. Spielen darf man die Instrumente (leider/selbstverständlich) nicht, allerdings stehen Audioaufnahmen von diesen für die Besucher in der Museums-App zur Verfügung (diese enthält auch 3D-Scans der Räumlichkeiten und ist verfügbar für Android- und Apple-Geräte).

Wer nun denkt, dass die Bestände wie reguläre Bücher plump in Regalen präsentiert werden, liegt absolut falsch – das Museum ist wunderbar aufbereitet! Zudem kostet es, wie alle ähnlichen Einrichtungen im Vereinigten Königreich, keinen Eintritt. Ein Besuch sei jedem Edinburgh-Touristen wärmstens ans Herz gelegt!

Lukas Burkhardt, Kurs 2017/20

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