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Hier berichten wir von den großen und kleinen Erlebnissen unserer Ausbildungsreise – von Exkursionen in alte und neue Bibliotheken, von Studienfahrten und Praktika in fernen und nicht ganz so fernen Städten, von Vorträgen, Konferenzen und natürlich dem Studienleben in München.

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Serie: Methoden und Tools für die IK-Vermittlung - Die Methode mit der Kettensäge

Avatar of Student/in Student/in | 10. November 2019 | Fachliches



 

 

Die Methode „Gruppenpuzzle“ (neudeutsch auch gerne mal jigsaw technique, also Kettensägen-Methode, genannt) ist mit wenigen Ausnahmen sicherlich allen Dozent*innen, Lehrer*innen, Referendar*innen und Lehramtsstudent*innen jeglicher Schularten bekannt. Sie ist für die Gestaltung von Gruppenarbeiten im (Hoch-)Schulunterricht nämlich sehr beliebt, da sie wenig Vorbereitung erfordert, aber einen hohen Nutzen bringt.

 

Man teilt dafür das zu bearbeitende Thema in möglichst gleich große Teilthemen, die dann in Phase 1 in den sogenannten Stammgruppen bearbeitet werden.

In Phase 2 setzt man die Gruppen neu zusammen, sodass für jedes Thema nun mindestens ein/e Experte/in Teil der neuen Gruppe (Expertengruppe) ist. Die Expert*innen stellen ihre zuvor bearbeiteten Teilthemen nun den anderen Gruppenmitgliedern vor, sodass am Ende jede/r denselben Wissenstand erreicht.

 

Diese Methode lässt sich mit fast jeder Gruppengröße durchführen und für nahezu jedes Thema einsetzen – man sollte lediglich darauf achten, dass das der Bearbeitungsaufwand für die einzelnen Teilthemen ähnlich ist. Zudem hat diese Art der zweistufigen Gruppenarbeit gleich mehrere praktische Nutzen:

  • Die Aufspaltung eines komplexen Themas in mehrere Unterthemen bietet die Möglichkeit, Inhalte für die Lernenden leichter verständlich zu präsentieren.
  • Die Teilnehmer*innen wechseln von der Lern- in die Lehrrolle und zurück, wobei sie erarbeitete Inhalte festigen und mit neuen Inhalten, die ihnen andere Teilnehmer*innen erklären, verknüpfen.
  • Die Vorstellung der Themen findet in der Kleingruppe statt, sodass weniger „Präsentationsangst“ bei den einzelnen Teilnehmer*innen entsteht.

 

Und obwohl die Methode besonders häufig für die Textarbeit verwendet wird, eignet sie sich durchaus auch für Bibliothekskurse zur IK-Vermittlung, zum Beispiel bei der Einführung der Funktionalitäten einer Datenbank / eines Bibliothekskataloges oder bei der Behandlung der Möglichkeiten, seriöse Quellen zu erkennen.

 

Fallen euch noch weitere Anwendungsmöglichkeiten für den Bibliothekskontext ein?

Meinungen?

2 Kommentar(e)

Benjamin |

18. November 2019

Eine sehr effiziente und kommunikative Methode! Allerdings hat der Begriff jigsaw nichts mit einer Kettensäge zu tun, es handelt sich um die Abkürzung von jigsaw puzzle, zu Deutsch Puzzle.


Christina |

13. November 2019

Coffee Lecture jetzt mit Blogbeitrag?

Nette Idee!! ^^