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Hier berichten wir von den großen und kleinen Erlebnissen unserer Ausbildungsreise – von Exkursionen in alte und neue Bibliotheken, von Studienfahrten und Praktika in fernen und nicht ganz so fernen Städten, von Vorträgen, Konferenzen und natürlich dem Studienleben in München.

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AccessLabs – Schaffen Bibliotheken wirklich freies Wissen und Zugang für jeden?

Avatar of Student/in Student/in | 06. Juni 2019 | Fachliches



AccessLabs – Schaffen Bibliotheken wirklich freies Wissen und Zugang für jeden?

Mit einem Schloss verriegelte Tür

In Großbritannien wurden – wie ich finde – ein paar spannende Workshops durchgeführt, die sogenannten AccessLabs. Die Methode: WissenschaftlerInnen und Menschen aus verschiedenen Hintergründen in eine Gruppe stecken und voneinander lernen.

Die Motivation war Folgende: “Similarly, people in a broad range of jobs such as policy making, renewable energy, farming, city planning, or teaching could also find access to the latest research useful, and anyone making day-to-day decisions such as whether to vaccinate a child might benefit from access to reliable information.” Das ist für mich eine sehr interessante Ausgangssituation, denn inwiefern schaffen Bibliotheken es denn wirklich, ihr „Traumziel“ – Informationen für alle zur Verfügung zu stellen - zu erreichen (auch wenn es in der Studie nur indirekt um Bibliotheken geht)? Ist es Realität, dass sich die genannten (Berufs-)Gruppen zu den Angeboten einer Bibliothek bewegen und nach Informationen analog oder digital suchen? Dass Menschen, abgesehen von WissenschaftlerInnen, Studierenden und Kindern in Stadtbüchereien, diese Möglichkeiten überhaupt präsent haben? Sind das überhaupt Zielgruppen, für die wir uns als Bibliotheken momentan stark machen (wollen)?

Ich finde die Idee auch deswegen so toll, weil sie meiner Meinung nach sehr dem Prinzip einer Bibliothek gleicht – wir wollen vermitteln, wie man an Information kommt und sie nicht nur bereit stellen und gleichzeitig Raum für genau derartigen Austausch schaffen: “AccessLab is a workshop format primarily designed to decentralise research skills to enable a broader range of people to access and use scientific research, reducing knowledge inequality. The workshops involve pairing people who want help accessing scientific research with local academic science researchers, to co-research a science-related question/topic of use to the participant who is not from an academic science background.”

Die Umsetzung und Herangehensweise ist jedoch eine völlig andere - im Gegensatz zu unseren meist eher „strengen“ Schulungskonzepten: “The next task is to find a suitable venue - in our trials […], we have avoided locations linked to formal learning (e.g., universities, schools, libraries [Hmmm…]) and aimed for as neutral a location as possible, offering plentiful space and a pleasant environment. We place great emphasis on ensuring a welcoming environment within the venues, for example, using flowers, cushions, and lighting to disrupt or remove pre-existing expectations of learning situations. Food is also treated as a primary rather than secondary feature, as when taken seriously it can help bring people together and make them feel valued.”

Conclusion: “Firstly, securing legal access to publications that have already been published behind a paywall, and secondly, beginning to shift the discourse to how we enable and encourage people from broad walks of life to make use of the newly accessible research.”

Der Artikel wirft im Kontext der Bibliothek durchaus ein paar Fragen auf – viel Spaß beim Lesen (natürlich Open Access) ;)

Griffiths AGF, Modinou I, Heslop C, Brand C, Weatherill A, Baker K, et al. (2019) AccessLab: Workshops to broaden access to scientific research. PLoS Biol 17(5): e3000258. https://doi.org/10.1371/journal.pbio.3000258

Bild: CC0 pixabay

 

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