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Hier berichten wir von den großen und kleinen Erlebnissen unserer Ausbildungsreise – von Exkursionen in alte und neue Bibliotheken, von Studienfahrten und Praktika in fernen und nicht ganz so fernen Städten, von Vorträgen, Konferenzen und natürlich dem Studienleben in München.

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Bibliotheken (und BibliothekarInnen) bei der Süddeutschen Zeitung

Avatar of Student/in Student/in | 09. Mai 2019 | Gedankensprünge, Führung



Eine Maschine in der SZ

Wer in den letzten Wochen und Monaten die Beiträge in der Süddeutschen Zeitung verfolgt hat, dem ist vielleicht aufgefallen, dass das Thema "Bibliothek" immer häufiger thematisiert wird. Mal geht es um die Bibliothek als Dritten Ort, der Begegnungen und Erlebnisse zwischen Menschen schafft, mal geht es um bessere Streamingdienste, die mit "filmfriend" zum Beispiel auch viele Bibliotheken anbieten. Mal geht es um die neu eröffnete "Oodi" in Finnland, dem "Wohnzimmer für Informierte". Eine Bibliothek, die zum 100. Geburtstag Finnlands von vornherein als ein solcher Begegnungs- und Ideenort  konzipiert wurde - mit Nähmaschinen, 3D-Druckern, Kinderbereichen und viel Platz für Gespräche und Kreativität. Und zuletzt ging es auch immer wieder um SchülerInnen, die einen Platz für gutes, gemeinsames Lernen brauchen - zum Beispiel beim "Late Night Learning" in der Stadtbibliothek München.

Scheinbar werden Bibliotheken also doch immer interessanter und wir bringen unsere Nachricht langsam in die Welt. Bibliotheken sind eben mehr als Bücherregale, sie sind das, was zwischen den Regalen und zwischen den Zeilen ist. Wenn es doch nur einen Ort gäbe, wo man den ganzen Tag in Büchern versinken könnte... und den ganzen Tag Filme und Serien schauen kann... oder sich einfach treffen kann, ohne etwas kaufen zu müssen, weil man sonst rausgeworfen wird... wo man Ideen entwickeln und an ihnen arbeiten kann und die wildesten Diskussionen verfolgen kann - ob das jetzt die nächste große App oder das Ende von Game of Thrones ist (ich persönlich glaube ja, dass Daenerys noch komplett durchdreht).
...wir hätten da so eine Idee, wo das sein könnte ;)

Wir als Kurs waren gestern in der Druckerei des Süddeutschen Verlags. Die Menge und Geschwindigkeit, mit der hier jeden Tag neues Wissen gestaltet und produziert wird, war gerade für unseren Berufsstand sehr beeindruckend!
Zwei Dinge können wir für unsere eigene Arbeitsumgebung vielleicht mitnehmen:
1) Schon um das Jahr 2000 haben die großen Druckereien in Deutschland beschlossen, weitreichende Kooperationen einzugehen und wurden alle mit den gleichen Maschinen eingerichtet, die auch gleich konfiguriert sind. So druckt der Süddeutsche Verlag z.B. auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung oder die Bild.
Viel wichtiger ist aber: sollten Maschinen ausfallen, kann innerhalb von einer Stunde eine andere Druckerei einspringen und das absolut reibungslos. So geht gelungene Kooperation!
2) Zu Anfang wurde uns ein Kurzfilm über die Arbeit der Süddeutschen Zeitung gezeigt. Wie und wo arbeiten Redakteure, die Investigativabteilung oder das Management? Besonders im Ohr geblieben ist dabei aber ein Satz, der ziemlich prominent am Ende des Videos gesagt wurde:
"Die Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Zeitung ihr Niveau hält". Das ist etwas, das wir auch auf Bibliotheken anwenden (sollten). Dieser ganze Komplex kann nur funktionieren, wenn Kooperation gelingt - über Hierarchien, über fachliche Hintergründe hinweg, wenn jeder Mitarbeiter das Niveau unserer Bibliothek hält.

 

Danke für die spannende Führung in die Gedanken, die wir mitnehmen durften!
Der Kurs 2016/19

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