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Hier berichten wir von den großen und kleinen Erlebnissen unserer Ausbildungsreise – von Exkursionen in alte und neue Bibliotheken, von Studienfahrten und Praktika in fernen und nicht ganz so fernen Städten, von Vorträgen, Konferenzen und natürlich dem Studienleben in München.

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Trust me I'm a #librarian - unser größter Trumpf!

Avatar of Student/in Student/in | 13. April 2019 | Gedankensprünge, Fachliches



Trust me, I'm a librarian

Gestern auf dem DevCamp in München mussten wir im Rahmen von User Experience ein Projekt anhand verschiedener Kriterien beschreiben. Wer ist unsere Zielgruppe? Welche anderen Produkte gibt es auf dem Markt schon? Und auch "Welchen unfairen Vorteil haben wir gegenüber den anderen Produkten?". Da ich zwar programmiere, aber bisher bestimmt noch keine große Software entwickelt habe, habe ich das einfach mal Beispiel unseres Bibliothekskatalogs durchgespielt. Natürlich, die Konkurrenz ist stark und Google Scholar ist da wahrscheinlich unser Lieblingsbeispiel. Aber nichtsdestotrotz haben wir zwei unfassbar unfaire Vorteile - und keinen von beiden spielen wir eigentlich aus.

Vorteil Nr. 1: Qualität!
Wir streiten uns ja nicht umsonst, ob man nur "New York ; Berlin" oder "New York & Berlin" schreiben darf, hoffe ich ;) Wir sind sehr penibel, was unsere einheitliche Erschließung angeht und jedes Medium wandert durch mindestens 3 bibliothekarische Gutachten. Das ist ein Trumpf! Google hat natürlich auch Qualitätsmanagement, aber kann nicht alle Einträge wissenschaftlich prüfen. Heißt für uns: genau diesen Vorteil müssen wir stärker kommunizieren und uns vielleicht auch ein Stück weit selbst dafür loben, dass wir darin so gut sind. Als das Thema Fake News in der Öffentlichkeit immer stärker wurde, hat z.B. die "Mittelbayerische Zeitung" meiner Meinung nach sehr gut reagiert, nämlich mit einem "Prüfsiegel" für gute Information. Ein ähnliches Konzept kann man sich für unseren Bibliothekskatalog auch gut vorstellen. Nach dem Motto "Geprüft von ihrem Bibliothekar", was unsere Bestände auch in einem Discovery-System z.B. gut abheben würde - und auf einen Schlag zeigt, wofür wir eigentlich stehen, nämlich Qualität.

Vorteil Nr. 2: Trust me, I'm a librarian!
Vorteil 1 hat eine Schwachstelle, denn na und? Wer sagt eigentlich, dass es etwas wert ist, dass ein Bibliothekar das geprüft hat? Unser Kunden! Laut Umfragen (zuletzt in Dänemark) gelten wir als ein vertrauenswürdiger Beruf. Was für einen Vorteil bringt das konkret? Zum Beispiel können wir mehr Personalisierung im Bibliothekskatalog zulassen. Momentan bieten die meisten Konten nicht viel mehr als gespeicherte Literaturlisten. Eine relativ einfache Möglichkeit das zu verbessern wäre, dass ein Nutzer angeben kann welche Fachgebiete ihn interessieren und seine Suchanfragen dementsprechend automatisch gefiltert werden (natürlich mit einer Funktion zum Abschalten der Filterbubble). Und, unser Vorteil gegenüber Google & Co.: wir können darauf aufmerksam machen, dass wir eben besser mit den Daten umgehen - wir sind ja Bibliothekare. Lustigerweise macht die American Library Association auf www.ilovelibraries.org genau das: um großartiges Material für die Kampagne "Transform Libraries" nutzen zu können muss man sich erst anmelden. Unter dem Button steht "We promise not to share your information. You can trust us. We're librarians". Bringt mich zum Schmunzeln und unsere Nutzer bestimmt auch. Nutzen wir das!

Meinungen?

1 Kommentar(e)

Leser |

13. April 2019

Auch schön dazu web.archive.org/web/20160314134345/http://ultrabiblioteka.de/ (leider live im Wartungsmodues)