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Hier berichten wir von den großen und kleinen Erlebnissen unserer Ausbildungsreise – von Exkursionen in alte und neue Bibliotheken, von Studienfahrten und Praktika in fernen und nicht ganz so fernen Städten, von Vorträgen, Konferenzen und natürlich dem Studienleben in München.

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Weltkarte




"Hey Siri, erzähle mir etwas zum Internet der Dinge und Bibliotheken!"

Avatar of Student/in Student/in | 28. Dezember 2018 | Gedankensprünge, Fachliches



IoT abstraction levels
IoT abstraction levels
Die reale Welt wird durch Sensoren genau in die Welt der vernetzten Geräte übertragen.

Smart Home. Ein Begriff, mit dem heutzutage fast jeder etwas anfangen kann. In vielen Familien gehört die Steuerung des Haushaltes über das Smartphone schon zum Alltag. Doch welche Technologie steckt eigentlich dahinter? Es ist das sogenannte Internet der Dinge (englisch Internet of Things, IoT). Dabei handelt es sich grob gesprochen um die Kommunikation und Vernetzung von Geräten, sogenannten Smart Devices, über das Internet. Jedes Smart Device besitzt Sensoren, die automatisch Daten sammeln (Stichwort „Big Data“) und diese anschließend in einer Cloud zur Auswertung speichern. Über ein Netzwerk werden die Daten schließlich zugänglich gemacht. Im Rahmen des Faches „Suchmaschinentechnologie“ haben wir dieses Thema in Form eines Referates vorbereitet. Dabei haben wir uns primär mit der Fragestellung beschäftigt, in wie fern man das IoT auch in Bibliotheken einbinden könnte.

 

Zum Ende des Vortrags luden wir die Mitstudierenden dazu ein, darüber zu diskutieren, welche Rolle das Internet der Dinge in ihrem eigenen Leben spielen könnte bzw. welche Relevanz sie dieser Technik für ihren Arbeitsalltag in der Bibliothek einräumen. Bedenken wurden darüber geäußert, ob es durch das Internet der Dinge, also die Kommunikation von Maschinen untereinander, Personaleinsparungen in der Bibliothek geben könnte und der Bibliothekar als menschlicher Mitarbeiter dadurch überflüssig wird. Es wäre schließlich nur noch sein technisches Know-How gefragt, um das Internet der Dinge zu steuern. Es wurde der Einspruch erhoben, dass beispielsweise Literaturvorschläge auch in Zukunft von Bibliotheksmitarbeitern gegeben werden und es der Nutzer durchaus zu schätzen wisse, wenn er weiterhin die Möglichkeit erhält, Unterstützung direkt in der Bibliothek von Mensch zu Mensch zu erhalten. Zudem würden sich stets neue Aufgabenfelder für den Bibliothekar erschließen, so ein weiteres Argument für das Internet der Dinge, auch wenn er einige seiner klassischen Aufgaben durch den Einsatz dieser Technik möglicherweise nicht mehr wahrnehmen muss. Die größte Sorge bestand jedoch darin, dass die Sicherheitsstandards, wie sie heute für die meisten Geräte gelten, die mit dem Internet verbunden werden können, längst noch nicht ausreichen, um einen sicheren Einsatz zu gewährleisten. Solange kritische Sicherheitslücken nicht zuverlässig geschlossen sind und der Aspekt des Datenschutzes nicht vollständig geklärt ist, sollte man der Anwendung dieser Technik beispielsweise in Bibliotheken mit Skepsis gegenüberstehen. Dieser Meinung wurde entgegengesetzt, dass die Bibliotheken nicht den Anschluss an die technische Entwicklung verlieren dürfen, um konkurrenzfähig zu bleiben und ihren Auftrag der Informationsversorgung weiterhin erfüllen zu können. Deshalb sollte die Technologie des Internet der Dinge nicht von vornherein abgelehnt werden, sondern es sei ein überlegter und bewusster Umgang damit angeraten, damit sie mehr Gewinn als Risiko für den Anwender darstellt.

 

Wie stehen Sie zum Internet der Dinge? Haben Sie es bereits im privaten oder beruflichen Umfeld kennengelernt? Teilen Sie uns Ihre Meinung wie immer gerne in den Kommentaren mit!

 

Meinungen?

1 Kommentar(e)

M. Huber |

02. Januar 2019

Eine sehr gute Abschlussarbeit zu den Potenzialen des Internets der Dinge für Bibliotheken wurde im Juli 2018 auf dem Hochschulschriftenserver der Fachhochschule Potsdam veröffentlicht:

 

Krause, Carmen: Internet der Dinge: Potenziale für Bibliotheken : Eine systematische Übersichtsarbeit. Potsdam : Fachhochschule Potsdam, 2018. - nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:525-22236 (Stand: 02.01.2018).