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Hier berichten wir von den großen und kleinen Erlebnissen unserer Ausbildungsreise – von Exkursionen in alte und neue Bibliotheken, von Studienfahrten und Praktika in fernen und nicht ganz so fernen Städten, von Vorträgen, Konferenzen und natürlich dem Studienleben in München.

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Die TIB - eine Bibliothek mit Vision

Avatar of Student/in Student/in | 12. Dezember 2018 | Praktikum | Inland



Die TIB von außen

Die letzten beiden Wochen über durfte ich ein Praktikum in den beiden Forschungsgruppen „Data Science & Digital Libraries“ und „Scientific Data Management“ an der Technischen Informationsbibliothek, kurz TIB, in Hannover absolvieren.

An die TIB wollte ich unbedingt, vor allem deswegen, weil ich das Gefühl hatte, aus dieser Bibliothek nimmt man etwas mit - Ideen, Gedanken und Motivation für das eigene Arbeiten. Und nach diesen zwei Wochen kann ich sagen: Mit diesem Gefühl lag ich - Gott sei Dank! - völlig richtig. Zum Einen durfte ich Einblick in spannende, innovative Projekte erhalten, wie den Open Research Knowledge Graph, das OpenResearch Wiki oder in der zweiten Woche das Projekt iASiS, das Diagnose und Forschung zum Thema Lungenkrebs und Alzheimer unterstützen will. Ich kann gar nicht zählen wie oft ich in den beiden Wochen die Wörter „faszinierend“, „der Wahnsinn!“ oder einfach gar nichts mehr gesagt habe…
Zum Anderen durfte ich erfahren, was für ein Denken hier herrscht. Die TIB ist eine Bibliothek mit Vision. Sie will unverzichtbar sein, mit ihren Services, Begleitung von WissenschaftlerInnen und Studierenden in allen Phasen des Arbeitens, aber sie will auch mit ihrer eigenen Forschung aktiv mitgestalten – und ich denke, das gelingt ihr auch.

Was nehme ich also mit für Bibliotheken und die Ausbildung bzw. das Studium davor?

1) Umdenken!
Ja ja, jeder spricht ständig darüber: Bibliotheken sind keine Bücherhaufen mehr. Das bloße Reden davon macht aber keinen Unterschied. Ändern kann sich nur etwas, wenn jeder von uns Motivation und Energie aufbringt die Bibliothek zu dem zu machen, was sie sein sollte: DER Ort für Wissen und Kreativität.

2) Können!
Forschungsdatenmanagement kann nur jemand betreiben, der auch weiß, wie das geht, der sich schon mal in völlig fremde Fachgebiete eingearbeitet hat. Zukunftstechnologien kann nur jemand entwickeln, der Ahnung von Semantic Web, Machine Learning & Co. hat. Wir müssen viel mehr Fachkompetenz entwickeln statt uns mit Oberflächenwissen zufrieden zu geben.

3) Anpacken!
Während des Praktikums konnte ich auch mit dem Direktor der TIB, Prof. Dr. Auer, sprechen. Das Wichtigste, das ich auch diesem guten Gespräch mitnehmen konnte ist: von heute auf morgen kann man nicht alles umwerfen – aber es kommt darauf an, dass man sich bewegt. Kleine Schritte genügen, um besser zu werden. Aber man muss sich trauen und diese Schritte auch tun.

 

Ich kann schwierig zum Ausdruck bringen, was genau mir das Praktikum eigentlich mit auf den Weg gegeben hat. Ich kann aber sagen: ich bin froh, es dabei zu haben.
In diesem Sinne: Umdenken! Können! Anpacken!

Luis Moßburger (Kurs 16/19)

 

 

Bild: Christian A. Schröder (ChristianSchd) CC BY-SA 4.0, from Wikimedia Commons

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